Zeitreise rund um den Dünsberg – 2019

Die „Bucinobantes“ zeigten auf der Bürgerhauswiese neben dem Archäologischen Museum in Rodheim historische Wettkämpfe.
Textiles Handwerk wird auf Hof Haina demonstriert.
Dr. Peter Mayser hat Tabakblätter kultiviert und getrocknet. Hans Rost demonstriert den Besuchern im Heimatmuseum Rodheim das Drehen der Zigarren. (Fotos: ws)

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Biebertal (ws): Einen tiefen Einblick in die Museumslandschaft rund um den Dünsberg gewannen die zahlreichen Besucher beim vierten Biebertaler Museumstag. Alle sieben Museen der Großgemeinde waren geöffnet und interpretierten das Motto des Tages „Gelebtes Kulturgut“ auf ganz unterschiedliche Weise. Von keltischen Funden über das Leben vergangener Zeiten bis hin zu historischen Feuerwehrutensilien bieten die Biebertaler Museen ein breites Spektrum.

Das private Bauernhaus-Museum von Gabriele Freyer und Michael Kraft auf Hof Haina hatte in Kooperation mit der Baumschule Engelhardt in Heuchelheim und der Rosenschule Dräger aus Steinfurth einen farbenfrohen Blumenmarkt vor der Fachwerkulisse arrangiert. Im Bauernhausmuseum zeigten Bettina Jung, Gerda Brauner, Elke Bernhardt und Birgit Wagner an Spinnrad, Webstuhl und Klöppel textiles Handwerk.

Am Keltenmuseum am Keltentor übten sich die Besucher im Bogenschießen. Das Feuerwehrmuseum im Krumbacher Fachwerk-Backhaus ließ Feuerwehrhistorie lebendig werden. Hier ist unter anderem eine alte Motorspritze zu sehen. Das Heimatmuseum in Rodheim wartete mit der reich bebilderten Sonderausstellung „Der Heimatverein stellt sich vor“ auf. Die Herstellung des Biebertaler Tabaks, den Dr. Peter und Petra Mayser angebaut und getrocknet hatten, war hier zu bewundern. Dessen Verarbeitung und das Zigarren drehen zeigte Hans Rost. Gerhard Peppler hatte einige seiner Tabakschneidemaschinen ausgestellt.

Am Museum in Frankenbach konnten die Besucher das Wäschewaschen mit einem Waschbrett in der Holzbütte verfolgen. Auch Bogenschießen wurde angeboten. Eine kleine Ausstellung war den Zwangsarbeitern 1944/45 gewidmet. Das Museum für Archäologie im Gleiberger Land (Keltenkeller) in Rodheim mit seinen Funden vom Dünsberg war geöffnet. Auf der Wiese begeisterten die „Bucinobantes“ mit frühmittelalterlichen Wettkämpfen das Publikum. Auch die Ausrüstung und die Waffen wurden den Zuschauern vorgestellt.

Im Gail’schen Park stellten die Künstler Heinz Aschendorf und Erich Klotz ihre aus altem Blech, Stahl und Holz gefertigten Skulpturen aus und bereicherten das Parkareal. Viel Anklang fand das brillante Gitarrenkonzert mit Johannes Michel neben dem geöffneten Uhrenturm-Museum im Park. Für das leibliche Wohl war überall gesorgt. Am Ende zogen die Organisatoren eine positive Bilanz des vierten Biebertaler Museumstages, der im Rahmen des Internationalen Museumstages stattfand.

Quelle: Gießener Allgemeine, 19.05.19 – Artikel von Klaus Waldschmidt

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