Eibenstock – 30 Jahre Partnerschaft

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

30 Jahre partnerschaftlicher Beziehung zwischen Eibenstock und Biebertal

Sie werden immer seltener, die Begegnungen von Menschen aus Eibenstock in Sachsen und Biebertal. In diesem Jahr ist es aber ein rundes Jubiläum seit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden. Genau 30 Jahre sind seit dem vergangen, Jahre des Kennenlernens, des anfangs recht intensiven Austausches von Besuchen, Begegnungen auf politischer und Vereinsebene.

In diesen 30 Jahren haben viele Biebertaler die schöne Bergstadt Eibenstock mit ihren Stadtteilen, Blauenthal, Wildenthal, Carlsfeld und Sosa besucht. Und viele bestiegen den 1018 Meter hohen Auersberg, ließen sich im Hotel am Bühl mit den angrenzenden Badegärten verwöhnen und schlossen persönlich Freundschaften.

Doch wie kam es überhaupt zu dieser Partnerschaft? Bereits 1958 gab es eine Patenschaft des Evangelischen Kirchenchores Rodheim und der kirchlichen Gemeinschaft in Eibenstock. Daraus entstanden persönliche Freundschaften, die sich über die Jahre hinweg weiterentwickelten. Die Eheleute Spaltner aus Rodheim waren eng mit einer Familie aus Eibenstock befreundet und so lag es nahe, dass die CDU Fraktion in der Biebertaler Gemeindevertretung im Jahre 1990 einen Antrag einbrachte, mit dem Ziel, eine freundschaftliche Beziehung mit Eibenstock einzugehen.

Die Sächsische Stadt im Osterzgebirge hat ca. 8.000 Einwohner und 4 Stadteile. Nach dem Ende der DDR und den ersten freien Wahlen im Jahre 1990 wurde der damals 29-jährige Uwe Staab (CDU) zum Bürgermeister gewählt. Im Mai 1991 reiste dann der damalige Bürgermeister von Biebertal, Günter Leicht, nach Eibenstock und unterzeichnete mit Uwe Staab die Partnerschaftsurkunde.

Peter Kleiner, Biebertals Erster Beigeordneter erinnert sich an seinen ersten Besuch in Eibenstock im Frühjahr 1990 mit einer Delegation der CDU Biebertal. „Wir waren beeindruckt vom herrlichen Rathaus, den historischen Gebäuden, die vom einstigen Wohlstand der Stadt zeugten aber auch vom Verfall, verursacht durch 45 Jahre sozialistischer Mangelwirtschaft.“ Die Wahl von Uwe Staab zum Bürgermeister erwies sich als Glücksfall. Er verstand es, die Stadt mit Zuschüssen des Bundes und Landes Sachsen zu modernisieren, den Verfall zu stoppen und sich für den Tourismus zu öffnen.  Sein unermüdliches Engagement wurde von der Bevölkerung gewürdigt, denn er ist immer wieder und das bis heute als Bürgermeister wiedergewählt worden.

Peter Kleiner erinnert sich gern an die Feier zum 10-jährigen Bestehen der Partnerschaft im Jahre 2001 im Bürgerhaus Rodheim. Eine zahlreiche Delegation angeführt von Uwe Staab reiste aus Eibenstock an und man feierte ausgiebig. Seit dem hängt im Sitzungsraum des Bürgerhauses Rodheim ein Abguss des Wappens von Eibenstock.

Im Jahre 2005 feierte die Stadt Eibenstock ihr 850-jähriges Gründungsjubiläum. Zum Festakt in Eibenstock überbrachten der damalige Vorsitzende der Gemeindevertretung Helmut Kuhl (SPD) und Erster Beigeordneter Peter Kleiner (CDU) die Grüße und Glückwünsche unserer Gemeinde. Mit dabei war der Biebertaler Männergesangverein und beteiligte sich  am Rahmenprogramm. In den letzten 15 Jahren gab es dann nur wenige offizielle Begegnungen. Umso schöner ist es, dass  inzwischen viele private  und auf Vereinsebene basierende Kontakte gibt – denn Freundschaft und Partnerschaft leben von Begegnungen der Menschen

Glück Auf! ( So grüßt man sich in Eibenstock, denn die Stadt hat eine bergmännische Tradition)

Quelle: Peter Kleiner, Krumbach – stellv. Bürgermeister

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.